
Liebe Leserinnen und Leser,
hier folgt meine Etüde für die Textwochen 8 und 9, ins Leben gerufen von Christiane (Blog „Irgendwas ist immer“). Die 3 Wörter wurden von René (BerlinAutor) gespendet.
Marianne schlug das Käseblatt ihrer Stadt auf und grinste breit. Diese Meldung versüßte ihr den Tag. Was hatte sich der Kerl nun wieder für einen Schabernack einfallen lassen? Sie wusste genau, wer hinter dem Streich stecken musste. Wer sonst hätte die Wand des Jobcenters beschmieren sollen?
Walter hatte es ja sogar angekündigt, als er vor ein paar Tagen mit ihr in der Kneipe saß und ihr ein Bier spendierte. Sie war schon lange nicht mehr ausgegangen. Dafür fehlte ihr einfach das Geld. Ein Leben lang hart gearbeitet und am Ende reichte es nicht mal für ein kleines Vergnügen. Walter empörte sich ebenso wie sie. Er hatte nur noch ein paar Jahre bis zur Rente, aber seinen Job als Maurer vor einigen Jahren verloren. Zu alt sei er, hieß es.
Und nun stand es schwarz auf weiß geschrieben: »Erhebt euch! Niemand ist zu alt zum Arbeiten!« Recht hatte er, der Walter. Sie hoffte für ihn, dass ihn niemand erwischen würde.
(159 Wörter)
Text: Susanne Sommerfeld
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Früher hat ein Verdiener die Familie ernährt. Heute schaffen sie es oft sogar nur mit Mühe zu zweit. Und Rentner müssen oft noch einen oder mehrere Zusatzjobs annehmen, um über die Runden zu kommen.
Ja, mit den Ansprüchen und mit den Zeiten hat sich etwas gravierend verändert.
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Ich finde es besonders traurig, wenn Rentner, die jahrzehntelang fleißig gearbeitet haben, noch zum Amt müssen, weil das Geld nicht reicht.
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Das ist unsere Zukunft – anstatt sich für die Alten etwas einfallen zu lassen, werden sie einfach gekickt. Jahre den Rücken kaputt gemacht und dann …..Sehr passender Beitrag.
Liebe Grüsse
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Liebe Rina, das ist leider oft Realität. Wer weiß schon, ob es uns nicht auch mal so ergeht…
Liebe Grüße, Susanne
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Ja, die Gefahr besteht leider. Vor allem in den Bereichen mit körperlicher Arbeit, 😕
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Bei den Ingenieuren haben sie es ja mittlerweile oft eingesehen und suchen wieder ältere Mitarbeiter mit Erfahrung.
Auf dem Bau sieht es natürlich oft anders aus.
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Das finde ich gut. Jeder sollte von den Erfahrungen der Älteren profitieren. Das kann nur gut sein.
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Eben. Das muss in den Köpfen auch wieder ankommen.
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👍👍
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Ich überlege gerade, dass es viele gibt, die arbeiten wollen, und nicht dürfen oder können, und ebenso viele, die arbeiten müssen, aber gar nicht (mehr) wollen.
Beschämend ist so manches.
Liebe Grüße
Christiane 😉😼🌧️👍
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Liebe Christiane, so ist es definitiv. Leider…
Liebe Grüße, Susanne 😊☔🌬
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