
Liebe Leserinnen und Leser,
hier folgt meine Etüde für die Textwochen 10 und 11, ins Leben gerufen von Christiane (Blog „Irgendwas ist immer“). Die 3 Wörter wurden von Corly (Corlys Lesewelt) gespendet.
Brienne saß auf einem Felsen und beobachtete den Sonnenuntergang, wie schon Hunderte Male vorher. Doch sie konnte sich nie sattsehen an dem Farbenspiel. Die immer roter werdende Sonne verwandelte die Steinlandschaft der Burren in ein Gemälde.
Während andere dahin flogen, wo es warm war, zog sie es vor, in ihrer irischen Heimat zu bleiben. Sie brauchte weder Palmen noch bunte Cocktails. Wenn sie ein paar Tage am Stück nicht arbeiten musste, fuhr sie hinaus in die Natur, raus aus der überfüllten und lärmenden Stadt. Hier konnte sie ihren Gedanken nachhängen und fühlte sich frei.
Nachdem die Sonne im Meer versunken war, machte sie sich auf den Weg in den nächsten Pub. Ein Whiskey als Krönung des Tages schwebte ihr vor.
Sie öffnete die Tür zum Pub und da sah sie ihn. Seit einiger Zeit folgte er ihr. Ein attraktiver Mann war er, das musste sie zugeben. Aber er hatte etwas Unheimliches an sich, als würde er sein wahres Gesicht hinter einer freundlichen Maske verstecken. Sollte sie ihn direkt ansprechen oder so tun, als ob sie ihn nicht bemerkt hätte? Hier konnte ihr ja nichts passieren. Der Pub war gut gefüllt und ihr Auto stand gleich vor der Tür.
Zielstrebig ging sie auf seinen Tisch zu. In dem Moment erhob er sich. Er lächelte, doch das Lächeln erreichte nicht seine Augen. Der starre eiskalte Blick verpasste Brienne eine Gänsehaut. Im Vorbeigehen reichte er ihr einen Zettel und verließ den Pub.
Mit zitternden Fingern las sie die Notiz.
»Sieh dich vor. Ich erwische dich noch.«
(253 Wörter)
Text: Susanne Sommerfeld
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Was für eine düstere Ankündigung! Das wird noch spannend!
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😊 Tja, wer weiß, ob das nicht mal in einer längeren Geschichte wieder auftaucht…
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Oh, was eine Wendung – toll. Das klingt spannend.
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Danke. ☺
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Schön gruselig, vor allem nachdem du erst so eine Idylle beschrieben hast.
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Danke, liebe Katharina.
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Hu! Das ist jetzt aber ein Tiefschlag! Die Arme. Ich wüsste gerne, was sie jetzt tun wird. Weil … ignorieren kann man es besser nicht, oder?
Liebe Grüße
Christiane 😁☕🥐🌞👍
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Ignorieren wäre sicher keine gute Idee… Der Mann scheint es ernst zu meinen. Tja, das ist jetzt auch deiner Fantasie überlassen. 😀
Liebe Sonntagsgrüße und einen schönen Frauentag, Susanne
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Ui, gruselig böse…..
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😉 Jawoll! Nach Schnulze war mir nicht. 😄
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Eine Geschichte die, Dank dem offenen Ende, zum Nachdenken anregt.
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