Ein neuer Trend – Malbücher für Erwachsene

Ich bin sonst niemand, der jede Mode mitmacht, aber an den Malbüchern für Erwachsene, die jetzt auch in vielen Buchhandlungen zu finden sind, kam auch ich nicht vorbei. Neugierig gemacht haben mich vor allem die von Forumsmitgliedern wunderschön ausgemalten Bilder im Büchertreff-Forum (Link zum Forum). Normalerweise dreht sich, wie der Name schon sagt, alles in diesem Forum ums Lesen, aber MalBÜCHER sind ja schließlich auch Bücher. Der Malbuch-Thread unter „Allgemeines“ hat sich im Laufe der letzten Monate um unendlich viele Beiträge verlängert. Da werden gute Malbücher empfohlen oder von anderen abgeraten, Bilder gezeigt, Tipps zur Ausmaltechnik gegeben u. v. m. Leider kommen jetzt immer mehr Malbücher auf den Markt, die einfach auf den Trend aufspringen, aber qualitativ nicht mithalten können.

Im Laufe der Zeit haben etliche schöne Malbücher den Weg zu mir gefunden und ich muss sagen, dass mir mein neues Hobby wirklich Spaß macht. Voraussetzung sind allerdings gute Stifte. Begonnen habe ich mit Buntstiften von Lamy, die schon gut waren. Man musste jedoch mit mehr Druck ausmalen, um eine schöne Farbfläche zu erhalten. Dann habe ich den „Fehler“ gemacht und die Polychromos von Faber-Castell getestet. Diese Stifte haben mich sofort überzeugt und so habe ich mein Konto geplündert und mich für die 120-Stifte-Packung entschieden. Sicher hätte es auch ein Kasten mit weniger Farben getan, aber ich bin jemand, der eine große Auswahl an Farben schätzt, wenn ich auch noch nicht alle Farben ausprobiert habe. Aber gerade beim Ausmalen verschiedener Vögel ist es wunderbar, so eine große Auswahl zu haben.

Am Ausmalen schätze ich besonders den beruhigenden, entspannenden Effekt, den das auf mich hat. Nach einem stressigen Arbeitstag kann ich mich nicht gleich an den Laptop setzen und schreiben. Und für solche Pausen ist das Ausmalen wirklich gut. Da ich nur für mich ausmale, setze ich mich mit der Qualität meiner „Werke“ auch nicht allzu sehr unter Druck, sondern genieße einfach das Aussuchen der Farben und das bunte Endergebnis.

Hier ein paar Impressionen aus meinen derzeitigen „Malprojekten“:

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Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Fazit der Lesemesse „Schriftgut“ in Dresden

Wie versprochen folgt nun ein Bericht meines Besuchs auf der Lesemesse „Schriftgut“ am 06.11.2016. Leider konnte mich Uta aus zeitlichen Gründen nicht begleiten, so dass ich mich an diesem trüben Sonntag alleine auf den Weg gemacht habe.

Als ich den Eingangs- bzw. Kassenbereich der Messe erreiche, bin ich heilfroh, bereits vorab online ein Ticket gekauft und gedruckt zu haben. Da zeitgleich die Messe „Spielraum“ in der Nachbarhalle stattfindet, herrscht großer Andrang an beiden Kassen. Ich jedoch kann glücklicherweise die Menschenschlangen schnell hinter mir lassen und verschaffe mir erst einmal einen Überblick. Die beiden Messen passen meiner Meinung nach leider nicht wirklich gut zusammen und die Lesemesse geht im Schatten der Spielemesse auch etwas unter.

Kurz vor 12 Uhr erreiche ich den Workshop-Raum, in dem von 12 bis 14 Uhr der Workshop „Kreatives Schreiben“ der Dresdner Literaturner e. V. stattfindet, ein kleiner Raum, der sich aber zusehends mit schreibinteressierten Menschen füllt. In den folgenden zwei Stunden erhalten wir wertvolle Tipps zum Planen eines Romans, z. B. zur Ideenfindung, zur Kreation der Charaktere und zum Aufbau einer Geschichte. Zwischendurch wenden wir das Gelernte in kleinen Übungen an. Ich habe noch nie an so einem Workshop teilgenommen und muss sagen, ich bin positiv überrascht. Besonders lobenswert finde ich, dass die Teilnehmer aktiv mit einbezogen werden. Selbst ich, die ich recht schüchtern bin, wage es, einige meiner Übungsresultate vorzulesen. Am Ende bin ich sehr froh, diesen Workshop besucht zu haben und nehme viele interessante Anreize mit nach Hause. Da ich gerade dabei bin, meine erste längere Geschichte zu schreiben, werde ich viele der gehörten Ansätze dort mit einbringen.

Kurz vor Beginn des Workshops „Kreatives Schreiben“

Nach dem Workshop nehme ich mir die Zeit und bummele an den Ständen der Aussteller vorbei. Autoren, Verlage, Buchbinder, Papierwerkstätten etc. zeigen dort ihre Werke. Es ist zwar eine relativ kleine Messe, aber das Aufgebot ist sehr abwechslungsreich und für jeden Geschmack wird etwas geboten. Auf zwei Bühnen finden zusätzlich noch etliche Lesungen statt.

Ich habe mich mit einigen Autoren unterhalten, die entweder im Self-Publishing oder bei kleineren Verlagen veröffentlichen. Da ich auch Self-Publisher bin, haben mich diese Gespräche auch sehr inspiriert. Aufmerksam wurde ich auf Qindie, einen Zusammenschluss von Autoren und Autorinnen, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, qualitativ hochwertige Bücher von Indie-Autoren (also verlagsunabhängigen Autoren) zu fördern und diesen ein eigenes Siegel zu vergeben. Jeder Autor, der bereits selbst veröffentlicht hat, kann sich dort mit seinem Buch bewerben.

Alles in allem war ich sehr zufrieden mit meinem Messebesuch und werde die Lesemesse nächstes Jahr garantiert wieder besuchen.

Folgende Webseiten kann ich euch noch ans Herz legen:

Qindie – Qindie, das Autorenkorrektiv

Dresdner Literaturner – Dresdner Literaturner e. V.

Sandra Mahn – Illustratorin aus Berlin, die u. a. für den Alwis-Verlag illustriert, wunderschöne Tierzeichnungen

Alwis-Verlag – Dresdner Verlag, der u. a. Kinder- und Sachbücher herausbringt

Hiddensee-Magazin – ein ca. 2 x jährlich erscheinendes Magazin über meine (deutsche) Lieblingsinsel, welches ich auf der Messe entdeckt habe

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Schriftgut – Die Lesemesse in Dresden am 05. und 06.11.2016

Heute möchte ich euch auf die diesjährige Lesemesse „Schriftgut“ in Dresden aufmerksam machen, die am bevorstehenden Wochenende in der Messe Dresden stattfinden wird. Ich muss gestehen, dass ich noch nie auf dieser Messe war, es wird also am Wochenende auch für mich eine Premiere. Ein Ticket habe ich mir schon gesichert und bin sehr gespannt, was mich dort erwarten wird.

Den Besucher erwarten u. a. Aussteller wie Verlage, Buchbinder, Vereine und Autoren. Außerdem finden Autorenlesungen, eine Live-Schreibwerkstatt, Signierstunden und eine Poetry-Slam-Veranstaltung statt. Natürlich können vor Ort auch Bücher gekauft werden. Da ist sicher für jeden Buch-, Lese- und Schreibinteressierten etwas dabei.

Weitere Infos sowie das Programm zu der jährlich stattfindenden Messe „Schriftgut“ erhaltet ihr hier: Schriftgut bei Facebook  oder hier: Schriftgut – Die Lesemesse .

Für diejenigen, die am Wochenende leider nicht in Dresden sein können, folgt Anfang nächster Woche dann ein Bericht über meine Erlebnisse und Eindrücke von der Lesemesse.

Text: Susanne Sommerfeld

Das Paradies auf Erden – Sonderausstellung Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden

Heute möchte ich euch eine Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ans Herz legen, „Das Paradies auf Erden“, die vom 01.10.2016 bis 15.01.2017 in der Kunsthalle im Lipsiusbau gezeigt wird.

Auf zwei Ebenen kann man Werke flämischer Künstler des 16. und 17. Jahrhunderts betrachten. Es handelt sich dabei um wunderschöne Landschaftsmalereien. Die meisten davon sind Ölgemälde, es gibt aber auch Kupferstiche, Kreide- und Federzeichnungen zu sehen.

Die Auswahl der gezeigten Bilder hat mich sehr überzeugt. Leider ist die Beleuchtung im Lipsiusbau manchmal etwas ungünstig ausgerichtet, so dass es zu unschönen Spiegelungen kommt. Trotzdem tut dies der Schönheit der gezeigten Werke keinen Abbruch. Besonders gefallen haben mir die Bilder von Jan Brueghel dem Älteren und Roelant Savery, sehr detailgetreu und beeindruckend.

Natürlich durfte man innerhalb der Ausstellung nicht fotografieren. Am besten, ihr schaut euch die Bilder selbst an. Die Ausstellung hat täglich, außer montags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kostet 8 EUR Eintritt (6 EUR ermäßigt).

Noch mehr Infos erhaltet ihr auf der Homepage der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Staatliche Kunstsammlungen Dresden .

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Darf ich vorstellen – Jule

Darf ich euch heute meine Dalmatinerhündin Jule vorstellen? Im zarten Alter von acht Wochen holten meine Mutter und ich damals die Kleine von ihrem Züchter ab. Sie wäre die Ruhigste im Wurf, meinte der Züchter. Doch kaum in ihrem neuen Zuhause angekommen, verwandelte sie sich in einen Wirbelwind und hielt uns so über vierzehn Jahre auf Trab.

Viel haben wir mit ihr erlebt und durch sie viele nette Menschen kennengelernt. Denn man ist nie einsam, wenn man mit einem Hund spazieren geht. Ihre große Liebe, bis zu seinem Tod, war der Münsterländer-Rüde Tommy, den sie von Anfang an regelrecht bewunderte und mit dem, und mit seinem Frauchen natürlich, wir viele schöne Wanderungen erlebt haben.

Beste Freunde

Leider mussten wir unsere Jule am 21.10.2009 über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Aber sie bleibt unvergessen und wird immer wieder mal einen Gastauftritt in diesem Blog haben.

Jule im Sommer 2009

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Kärnten – Berge, Sonne und mehr (Teil 2)

Zwei Tage später haben wir unser nächstes Ausflugsziel herausgesucht: den „Affenberg“ unterhalb der Burg Landskron (Villach).

Erneut verspricht uns der blaue Himmel am Morgen einen herrlichen Sommertag. Wir fahren in Richtung Burg Landskron, welche unweit von unserer Ferienwohnung liegt, und parken am Fuße der Burg. Dann machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum „Affenberg“. Das größte Affenfreigehege Österreichs gibt es seit 1996.

Wir haben Glück, denn wir können gleich an der 45-minütigen Führung teilnehmen. Die im Gehege lebende Affenart, der Japanmakak, lebt hier in einem bewaldeten umzäunten Grundstück auf einer Fläche von 40.000 m². Die Haltung wirkt artgerecht, denn die Tiere können sich jederzeit im weitläufigen Areal zurückziehen, wenn ihnen der Trubel zu viel wird. Auch die angelegten Teiche, naturbelassene Klettergerüste, intelligentes Spielzeug, mit dem sich die Affen eine extra Portion Futter ergattern können, bringen viel Abwechslung für die Affengemeinschaft. Während der Führung erfahren wir viel über das Leben der Japanmakaken, die in einer überaus sozialen Gemeinschaft leben. So gibt es u. a. Babysitter, die auch mal ein anderes Affenkind beaufsichtigen. Einige Äffchen begleiten uns auf dem Weg und schauen uns neugierig hinterher. Wer jetzt in seiner Tasche kramt oder nicht auf sein Hab und Gut achtet, dem kann es schnell passieren, dass ein flinker Affe die Brille oder den Fotoapparat stibitzt.

Ein schöner Sommertag und somit auch unser Kurzurlaub geht zu Ende und wir schwelgen am letzten Abend bei einem Gläschen Rotwein in Erinnerungen.

Text und Fotos: Uta Wentzke

Kärnten – Berge, Sonne und mehr (Teil 1)

Mit strahlendem Sonnenschein begrüßt uns Villach in Kärnten (Österreich), wo wir noch ein paar schöne Urlaubstage verbringen wollen.

Unser Ziel am ersten Tag ist die Garnitzenklamm. Dort erwartet den fleißigen Wanderer Natur pur. Die Sonne weckt uns am frühen Morgen und so packen wir Proviant in die Rucksäcke, schnüren unsere Wanderschuhe und starten unseren Ausflug mit dem Auto Richtung Hermagor nach Möderndorf. Wir parken auf dem Wanderparkplatz in Möderndorf und starten unsere Klammwanderung.

Die Garnitzenklamm entsprang im Laufe der Jahrhunderte vom Garnitzenbach und soll ca. 10.000 Jahre alt sein. Sie ist eine enge Schlucht und zählt zu den schönsten Klammen und bekanntesten Naturschönheiten in Österreich.

Wir laufen entlang einer Felswand und folgen dem Garnitzenbach aufwärts. Die Klamm ist auf Steigen, über Schluchten, Brücken, entlang wildromantischer Wasserfälle bis zum Klammende begehbar. Es ist eine sehr schöne, mittelschwere Tour. Unterwegs sehen wir seltene geschützte Pflanzen, die sich in diesem besonderen Klima sehr wohl fühlen.

An einem der grandiosen Wasserfälle machen wir nach einer Stunde Wanderung in der Sonne eine Pause und erfrischen uns im glasklaren eiskalten Gebirgswasser.

Weiter geht es entlang der Felswand, mal auf breiteren, aber auch sehr schmalen Wegen, wo ich sehr gern die vorhandenen Halteseile nutze.

Nach 5 Stunden Wanderung erreichen wir erschöpft, aber noch völlig beeindruckt unseren Parkplatz.

Text und Fotos: Uta Wentzke

The Beatles – Unsterblich

Lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen, aber heute melden wir uns mal wieder zu Wort. Nichts über Bücher oder das Schreiben, nichts über Katzen, sondern heute ist Musik unser Thema.

Wir waren heute Abend im Kino, in der neuen Beatles-Dokumentation „Eight Days A Week – The Touring Years“, die nur in ausgewählten Kinos und nur an wenigen Tagen zu sehen ist. Anfangs haben wir auch gedacht: Noch eine Dokumentation über die Beatles? Wir wissen doch schon alles!

Aber diese wirklich wunderbar zusammengestellte Doku von Regisseur Ron Howard toppte wirklich alles, was wir bisher gesehen haben. Wunderbare intime Aufnahmen von den Fab Four aus dem Hotelzimmer, Ausschnitte aus vielen Konzerten, Pressekonferenzen und Aussagen von „Zeitzeugen“ wie Sigourney Weaver oder Whoopi Goldberg, aber auch Interviews mit den Beatles. Das Highlight bildete ein Mitschnitt vom legendären Konzert im New Yorker Shea Stadium 1965 vor ca. 56.000 kreischenden Fans. Diese Aufnahmen wurden von 50 auf 30 Minuten gekürzt, aber in Bild und Ton überarbeitet – ein wahrer Genuss.

Diese vier Jungs aus Liverpool haben nicht nur eine Generation beeinflusst, sondern haben noch bis heute ihren musikalischen Reiz. Als Teenager haben wir ihre Musik kennen- und liebengelernt und sie hat uns bis heute nicht losgelassen. Auch wenn wir sie nie live erleben konnten, heute haben wir dies mit dieser Dokumentation nachgeholt. Der Funke ist erneut übergesprungen und die nächsten Tage stellt sich gar nicht die Frage: Welche Musik hören wir heute?

 

Susanne und Uta

Stralsund – Tor zu Rügen

Es gibt viele schöne Städte im Norden von Deutschland. Meine besondere Liebe aber gilt Stralsund. Davon abgesehen, dass man dank der Rügenbrücke ganz schnell auf der Insel Rügen ist, ist diese Kleinstadt ein wahres Kleinod an schick restaurierten Häusern. Besonders sticht der Alte Markt mit dem prachtvollen Rathaus hervor. Dort gibt es u. a. die Schokoladerie de Prie, die handgemachte wohlschmeckende Schokolade und Pralinen verkauft. Mein persönlicher Favorit dieses Jahr ist die Praline mit der Geschmacksrichtung „Mango-Minze“.

Besonders attraktiv ist außerdem, dass die Altstadt von Stralsund wunderbar zu Fuß zu erkunden ist. Zwischen Hafen und Knieperteich liegen kaum zwei Kilometer. Das Auto darf also gern stehen bleiben.

Kulinarisch hat Stralsund auch einiges zu bieten. Empfehlenswert ist z. B. der „Klabautermann“ am Hafen, der in rustikaler Einrichtung und zum Klang von Seemannsliedern allerlei Wohlschmeckendes aus Topf und Pfanne anbietet. Empfehlenswert sind auch das „Gastmahl am Sund“ auf der Seestraße und „Fischermann‘s Restaurant“ am Hafen, welches von der Terrasse einen guten Blick auf die im Hafen liegenden Yachten und Boote bietet. Wer Appetit auf ein belegtes Brot hat, dem sei die „Schnittchenfabrik“ in der Heilgeiststraße empfohlen. Selbstgebackenes Brot mit diversen, vor allem vegetarischen und veganen Aufstrichen im Ambiente eines sanierten Giebelhauses aus dem 17. Jahrhundert – das ist wirklich ein Erlebnis.

Die alte Hansestadt am Strelasund leistet sich zwei Meereskundemuseen, das Deutsche Meeresmuseum in der Halle der ehemaligen Katharinenkirche und das 2008 eröffnete Ozeaneum am Hafen. Während im Deutschen Meeresmuseum vorwiegend tropische Meeresbewohner gezeigt werden, lernt man im Ozeaneum die Ostsee, Nordsee und den Nordatlantik kennen. Auf der Dachterrasse des Ozeaneums wohnt außerdem eine Gruppe Humboldt-Pinguine. Ich kann den Besuch beider Museen empfehlen und rate zum Kauf eines Kombitickets. Man spart bares Geld, muss aber die beiden Museen nicht am selben Tag besuchen.

Gegenüber von Stralsund, bereits auf Rügen, befindet sich das kleine Örtchen Altefähr. Über die Rügenbrücke bzw. den Rügendamm, aber auch mittels Fähre, gelangt man relativ zügig dahin. Der Strand wurde erst kürzlich saniert und mit Spielplatz und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Mit Blick auf Stralsund und Rügenbrücke kann man im „Strandhaus Altefähr“ am Ende der Strandpromenade sehr gut speisen. Wir hatten letztens das Glück, ein leckeres Barbecue zu bekommen. Trotz starken Regens ließ sich der Grillmeister nicht davon abhalten, immer wieder Bratwürstchen, Satéspieße und andere Köstlichkeiten aufzutischen.

Besonders angetan bin ich bei jedem Besuch in Stralsund von der im Hafen liegenden „Gorch Fock I“, einem Segelschiff Baujahr 1933, das derzeit Museumsschiff ist, aber mit Hilfe von Spendengeldern wieder fahrtauglich gemacht werden soll. Täglich von 10 bis 18 Uhr kann man sich an Bord des beeindruckenden Schiffs umschauen und wird über dessen Geschichte informiert.

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Fast vergessen – Dachbodenfund kehrt heim

Es sollte einer der heißesten Sommer des Jahrhunderts werden und trotzdem gelangten Matteo und ich zu der Entscheidung, nach zweijähriger Beziehung unsere kleinen Haushalte jetzt zusammenzulegen.

Umzug… Dutzende Male war ich bereits umgezogen, doch diesmal ist es der Liebe wegen. Da ich die größere Wohnung von uns Beiden bewohne, fiel uns die Entscheidung nicht schwer.

Matteo hatte die meiste Arbeit. Er packte wie besessen und trennte sich sogleich von überflüssigem Kram. Es ging bereits auf Mitternacht zu, als er völlig aufgelöst bei mir ankam. Und obwohl ich kurz vorm Einschlafen war, weckte er mich und bat mich, schnell meinen PC anzuschalten. Ich blinzelte verschlafen und schüttelte mit dem Kopf. Diesem Mann konnte ich keine Bitte ausschlagen. Matteo meinte, er hätte etwas Interessantes entdeckt, das müsste ich mir unbedingt ansehen. Da er nicht locker ließ, startete ich mein Tablet und er zeigte mir Unglaubliches.

Wegen des Umzuges hatte er auch den Dachboden entrümpeln müssen. Dort hatten noch etliche fast vergessene Dinge, u. a. ein großes Bild, gelagert. Matteo sammelte schon seit Jahren leidenschaftlich alte Gegenstände und fühlt sich auf Trödel- und Antikmärkten fast schon wie zu Hause. Aus Neugier hatte er den Maler des Bildes in eine Internetsuchmaschine eingegeben und staunte: Das erste Suchergebnis gleich ein Treffer – „gesuchtes Kulturgut“! Mit diesem Wissen tauchte er nun bei mir auf und meine Augen wurden immer größer, als ich es selbst las. Diese Information mussten wir erst einmal „sacken lassen“. Es dauerte noch vier Tage, bis ich den Mut fasste und den Ansprechpartner des Kulturhistorischen Museums Görlitz anrief. Mein Herz pochte bis zum Hals.

Uta

Bernhard Gasde – „Dorf Küppers“

Schon im Vorfeld waren Matteo und ich uns einig, das Bild dem Museum zu überlassen. Der Direktor freute sich sehr über meinen Anruf und konnte mir so einiges Interessantes über Bild und Maler berichten. Matteo und ich teilten dem Direktor unsere Entscheidung zur Schenkung mit und besprachen alle Einzelheiten mit ihm. Wir waren total aufgeregt, die gesamte Familie und unsere Freunde fieberten mit uns. Landet dieses schöne Bild wirklich im Museum, in einer Ausstellung für Alle zu sehen? Zwei Bilder des Malers fehlten noch zur Komplettierung, nun kehrte eines davon in die Sammlung zurück – wie aufregend!

Trotz des trüben Wetters machten wir uns gut gelaunt mit dem Auto auf den Weg nach Görlitz. Unser Schatz fuhr gut verpackt auf der Rücksitzbank mit. Kaum auf dem Parkplatz der Pension „Goldener Engel“ angekommen, empfing uns schon die nette Wirtin.

Mit dem Bild unter dem Arm eilten wir dem Museum entgegen. Dort wurden wir bereits vom Direktor des Hauses erwartet. Die Spannung war auf beiden Seiten groß, als wir ihm das Bild überreichten. In diesem Moment waren wir uns sicher, mit der Schenkung genau das Richtige gemacht zu haben. Den krönenden Abschluss der Übergabe bildete der geführte Rundgang durch das in einem brillant restaurierten Barockhaus gelegene Kulturhistorische Museum. Wir waren begeistert von den zahlreichen Exponaten und Informationen. Der kunsthistorische Wissenschaftler des Hauses erklärte uns ausführlich die Ausstellung und faszinierte uns mit seinem Fachwissen.

Am darauf folgenden Tag genossen wir bei strahlendem Sonnenschein die liebevoll sanierte Altstadt von Görlitz. Eine wohlschmeckende Tasse Cappuccino im Ratscafé auf dem Untermarkt, der reizende Blick von der Peterskirche auf die Neiße, gutbürgerliche Küche in der „Alten Stadtwache“ am Obermarkt und abschließend ein gemütlicher Spaziergang über die Neißstraße auf den Spuren der Via Regia. Der besondere Charme von Görlitz liegt in den aufwendig restaurierten Häusern aus dem 18. Jahrhundert.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge machten wir uns auf den Heimweg. Wir sind uns ganz sicher, dies war nicht unser letzter Besuch in dieser schönen Stadt.

 

 

Wer die genannten Orte selbst einmal besuchen möchte, hier die Adresse des Museums und des Restaurants „Alte Stadtwache“.

Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur

Kulturhistorisches Museum

Das Barockhaus

Neißstraße 29

02826 Görlitz

 

 

„Alte Stadtwache“

Obermarkt 27

02826 Görlitz

 

Text und Fotos: Uta Wentzke