Geliebtes Hiddensee

Als nächstes möchte ich euch Hiddensee vorstellen. Dies ist eine kleine Insel, direkt neben der Insel Rügen an der wunderschönen Ostsee gelegen. Seit etlichen Jahren machen wir immer wieder mal einen Tagesausflug dahin, wenn wir auf Rügen unterwegs sind. Doch nun haben wir die Insel auch für einen mehrtägigen Urlaub entdeckt.

Knapp 17 km lang sowie an der schmalsten Stelle etwa 250 Meter und an der breitesten nicht mal 4 Kilometer breit – klein, aber fein präsentiert sich eine der sonnenreichsten Inseln Deutschlands.

 

 

 

Wer die Ruhe sucht, lange Spaziergänge im feinen weißen Sand schätzt, Sonne tanken und die schöne Aussicht vom Dornbusch genießen möchte, der ist hier genau richtig. Mit der Fähre oder dem Wassertaxi geht es mal langsamer, mal schneller von Schaprode (Insel Rügen) direkt an einen der drei Orte von Hiddensee. Im Süden der Insel befindet sich Neuendorf, mittig gelegen Vitte und im Norden Kloster.

Wer den Aufstieg zum Dornbusch mit seinem berühmten Leuchtturm nicht scheut, der kann sich am Ausblick auf Rügen und die weite Ostsee, bei guter Sicht sogar bis Stralsund, erfreuen. Ab Mai ist der Dornbusch von gelbblühendem Ginster geschmückt, in den Dünen blüht und duftet die Heckenrose. Später setzt die Heide in der Dünenheidelandschaft violette Akzente.

 

 

Hiddensee ist übrigens eine autofreie Insel, d. h. Fortbewegung nur zu Fuß, noch besser mit dem Rad. Diese könnt ihr in jedem Ort kostengünstig ausleihen. Es gibt auch die Möglichkeit, mit einer Pferdekutsche oder dem Inselbus zu fahren.

Als Übernachtungsmöglichkeit kann ich euch das Hotel „Heiderose“ ans Herz legen, welches zwischen Neuendorf und Vitte direkt am Fahrradweg liegt. Saubere helle Zimmer und ein opulentes Frühstücksbuffet erwarten den Gast. Auch das Restaurant ist sehr zu empfehlen.

Obwohl Hiddensee von Frühjahr bis Herbst täglich von vielen Tagestouristen besucht wird, ist die Insel an den meisten Stellen sehr ruhig und auch der Strand ist nicht überfüllt. Besonders am Abend, nachdem die letzte Fähre in Richtung Schaprode abgefahren ist, legt sich die Stille über die Insel. Auch die Pferde haben dann Feierabend und nur ein paar vereinzelte Menschen stehen am Strand und genießen den Sonnenuntergang.

 

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Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Wie man sich eine hohe Wasserrechnung einfangen kann

Ich möchte hier eine lustige Anekdote weitergeben, die meine Freundin Elke erlebt hat.

Elke war Single und hatte sich zu dem Zeitpunkt des Geschehens gerade eine neue Mitbewohnerin zugelegt, die dreifarbige Glückskatze „Dolly“. Nun wollte ich natürlich von ihr wissen, warum sie ihrer Katze ausgerechnet diesen Namen gegeben hatte. Elke hatte auch prompt eine Antwort parat. Da sie mit Nachnamen Bauer hieß, fand sie es witzig, ihre Mieze „Dolly B.“ zu rufen. Weitere Erklärungen sind da sicher nicht nötig. Meine Elke war halt immer für ein Späßchen gut.

Eines Abends rief mich Elke an und beschwerte sich über ihre hohe Betriebskostenabrechnung. Besonders der völlig überhöhte Wasserverbrauch wunderte sie sehr. Sie hatte einen Vollzeitjob und kam oft auch erst spät nach Hause. Wie sollte sie da so viel Wasser verbraucht haben? Nicht einmal ihre älteren Nachbarn, die fast den ganzen Tag daheim waren, hatten so einen Verbrauch.

Meine Freundin schnappte sich daraufhin die Abrechnung und wurde bei ihrer Hausverwaltung vorstellig mit der Bitte, diese Abrechnung doch noch einmal zu überprüfen. Doch die Abrechnung war fehlerfrei, auch die Zählerstände stimmten. Elke fand sich murrend mit der Tatsache ab und hoffte, dass die nächste Abrechnung sie nicht mehr so viel kosten würde. Ich verstand ihren Ärger nur allzu gut, konnte ihr aber auch nicht helfen.

Etliche Wochen vergingen, bis ich wieder einmal bei meiner Freundin Elke zu Besuch war. Natürlich wollte ich auch sehen, wie sich „Dolly“ mittlerweile in ihrem neuen Zuhause eingelebt hatte. Wir verbrachten einen gemütlichen Abend, kicherten bei einem Gläschen Rotwein über alte Klassenfotos, während „Dolly“ faul auf dem Kratzbaum lag und nur ab und zu den Kopf hob, wenn wir zu laut lachten.

Vor dem Heimweg suchte ich die Toilette auf. Als ich schlussendlich den Taster der Spülung betätigen wollte, fiel mir auf, dass genau auf diesem ein Blumentopf stand. Ich wunderte mich schon etwas über den merkwürdigen Standort des Blumentopfes und stellte ihn geradewegs auf die Fensterbank. Dann teilte ich Elke mit, dass ich mal eben den Blumentopf vom Taster der Spülung auf die Fensterbank zurückgestellt habe. Sie schaute mich zuerst verdutzt an und fing dann wie verrückt an zu lachen. Nur wusste ich gar nicht, was mit ihr los war und zuckte verzweifelt mit den Schultern. Als sich Elke von ihrem Lachanfall beruhigt hatte, erzählte sie mir eine schräge Geschichte.

Als sie vor einigen Wochen mit einer dicken Erkältung krank daheim lag, machte sie eine Entdeckung. Sie hatte ein warmes Bad genommen, sich ins Bett gelegt und in eine Decke eingewickelt, wo sie sogleich einschlief. Plötzlich wachte sie von einem Geräusch auf. Waren da etwa Einbrecher in ihrer Wohnung? Sie hörte, wie die Toilettenspülung mehrfach betätigt wurde und machte sich trotz ihrer großen Angst auf den Weg Richtung Bad. Als sie vorsichtig den Kopf zur Badtür hineinsteckte, traute sie ihren Augen kaum.

Da saß doch ihre „Dolly“ gemütlich auf dem Spülkasten und drückte mit der Pfote immer wieder den Taster der Spülung. Sie fand das Geräusch wohl einfach unwiderstehlich. Und Elke fiel es wie Schuppen von den Augen: „Dolly“ hatte die hohe Wasserrechnung verursacht!

Seit diesem Moment stand immer ein Blumentopf auf dem Taster.

Übrigens: Die nächste Betriebskostenabrechnung fiel wieder normal aus.

In lieber Erinnerung an Elke B., die viel zu früh an einer schweren Krankheit verstarb, und an „Dolly“, die nach Elkes Tod ein gutes neues Zuhause fand. Leider konnte ich „Dolly“ nicht bei mir aufnehmen, da meine Katzen sie nicht akzeptiert hätten.

Text und Fotos von Uta Wentzke