Das Blaue Wunder erleben

Liebe Leserinnen und Leser,

am 08.04.25 bekamen Uta und ich durch unseren Arbeitgeber die einmalige Gelegenheit, mit weiteren Mitarbeitern die Loschwitzer Brücke, eher bekannt als das „Blaue Wunder“, zu besichtigen. Natürlich kennen wir unsere über die Stadtgrenzen berühmte Brücke sehr gut, die die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz seit über 130 Jahren verbindet. Aber dieses Mal durften wir sowohl unter die Brücke als auch auf die Brücke. Diese Möglichkeit ist nur wenigen Personen vergönnt, es werden keine öffentlichen Führungen angeboten.

Nach Feierabend trafen wir unseren „Brückenführer“, Herrn Prof. Kübler, Amtsleiter des Stadtarchivs Dresden, direkt vor dem Blauen Wunder auf Höhe des Cafés „Toscana“. Außerdem begleitete uns Herr Kalbe vom Straßen- und Tiefbauamt Dresden, Abteilungsleiter Brücken. Die beiden haben in humorvoller Zusammenarbeit alle Fakten, die auch uns noch nicht bekannt waren, vorgetragen und unsere Fragen beantwortet.

Zuerst stiegen wir hinab in die Anker-Kammer des Blauen Wunders auf der Blasewitzer Seite, den Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes für Besucher hergerichtet haben. Dieser befindet sich mehrere Meter unterhalb der Fahrbahn und ist über eine schmale steile Treppe erreichbar.

Danach ging es wieder nach oben an die frische Luft. Wir teilten uns nun in zwei Gruppen auf, um das Blaue Wunder zu erklimmen. Ca. 100 Stufen führten uns nach oben zum höchsten Punkt der Brücke, von dem aus wir einen atemberaubenden Blick über Dresden genießen konnten. Ich gebe zu, dass meine Höhenangst mich kurz überfiel, aber dann überwog die Freude über die tolle Aussicht.

Hier der Blick in alle 4 Himmelsrichtungen:

Diese Führung war wirklich faszinierend und einmalig. So eine Gelegenheit bekommen wir sicher nicht gleich wieder und sind froh, dass wir noch einen Platz ergattert haben.

Weitere Informationen zum Blauen Wunder könnt ihr hier finden: Wikipedia – Blaues Wunder.

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld

Loschwitzer Weihnachtsmarkt in Dresden

Heute wurde der Loschwitzer Weihnachtsmarkt eröffnet und bei dem schönen Wetter habe ich beschlossen, ihm gleich mal einen Besuch abzustatten. Im Sonnenschein ging es auf dem Elberadweg Richtung Blaues Wunder, vorbei an den wunderschön angestrahlten Elbschlössern.

Jedes Jahr bleiben einige unser Dresdner Graugänse im Winter an den Elbwiesen. Ein paar der schnatternden Gesellen habe ich heute angetroffen. Noch ist es ja nicht so kalt und es schien, als würden auch sie heute das sonnige Herbstwetter genießen.

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Dann ging über das Blaue Wunder direkt zum Weihnachtsmarkt, der im Stadtteil Loschwitz nahe des Körnerplatzes liegt.

Ganz anders als auf dem Striezelmarkt in der Altstadt Dresdens wird hier vor allem Handwerkskunst von Dresdner KünstlerInnen angeboten, von Schmuck über weihnachtliche Dekoration bis hin zu Skulpturen aus Sandstein.

Ich konnte mal wieder nicht widerstehen und habe mir zwei Paar Ohrringe gegönnt – ein Paar türkisfarbene Glaskugeln von Bärbel Bradler, einer Dresdner Künstlerin, die jetzt auf Rügen lebt, und ein Paar glitzernde Christbaumkugeln von Handmade2. Dann hat es mich noch in den winzig kleinen Laden von Ulrike Hausmann (Keramik am Körnerplatz, Friedrich-Wieck-Straße 7) verschlagen, wo ich mir ein putziges Teelicht-/Räucherhaus ausgesucht habe.

Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Bratwurst, Quarkbällchen, Eierpunsch, Glühwein etc., aber auch das leckere Fladenbrot mit Käsecreme, Oliven, getrockneten Tomaten und Peperoni vom Olivenhaus in Dresden (kann ich nur empfehlen!).

Es ist ein kleiner Weihnachtsmarkt, aber ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Gerade am Wochenende ist natürlich mit vielen Besuchern zu rechnen, die sich durch die relativ engen Gassen schieben, aber mir fällt immer wieder positiv auf, dass die Stimmung trotzdem viel entspannter und gemütlicher ist, als auf dem Striezelmarkt.

Allen Leserinnen und Lesern eine schöne Adventszeit.

Text und Fotos: Susanne Sommerfeld